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Die diesjährige Google Entwicklerkonferenz fand am 20. und 21. Mai 2025 in Mountain View statt und wurde wie in den Vorjahren auch als Online-Event durchgeführt, wobei die Keynotes und Entwickler-Sessions per Livestream verfügbar waren. Die Konferenz konzentrierte sich stark auf Fortschritte in der Künstlichen Intelligenz und das mobile Betriebssystem Android. Welche Neuerungen im Detail vorstellt worden, erfahren Sie in diesem Artikel. 

Googeln war gestern

Bereits vor über einem Jahr führte Google AI-Overviews in Amerika ein. Wir berichteten in diesem Artikel: Google AI Overview 2025 – Auswirkungen auf SEO-Ranking & Handlungsempfehlungen. Damit verwandelt sich die Suchmaschine zunehmend in eine „Antwortmaschine“, die die Ergebnisse der Top-10-Webseiten zusammenfasst. Die traditionellen Links rutschen nach unten und Webseiten werden generell weniger geklickt.

Auf der Entwicklerkonferenz 2025 wurde der sog. KI-Modus vorgestellt, der Links komplett ersetzt und Gemini eine längere Zusammenfassung verfasst. Es wird möglich sein, schwierige Fragen zu stellen und mit der KI wie mit einem Chatbot zu kommunizieren. So tritt die herkömmliche Suche endgültig in den Hintergrund. Googles Such-Chefin Liz Reid drückte es mit folgenden Worten aus: „Aus Information wird Intelligenz“. KI ist die Zukunft der Suche. Die Funktion kann vorerst nur in den USA genutzt werden; weitere Länder sollen folgen.

Google Entwicklerkonferenz 2025

Abb. 1: Google-Suche, Screenshot vom 19.09.2025, eigene Darstellung. 

Entwicklung eines universellen KI-Assistenten

Sprachmodelle wie Gemini 2.5 und GPT 4.0 weisen individuelle Stärken und Schwächen auf. Uneinigkeit herrschte darüber, ob die Weiterentwicklung der derzeitigen Sprachmodelle in einer Sackgasse endet und komplett neu aufgelegt werden müssten oder zu einer allgemeinen künstlichen Intelligenz (AGI) führt, die menschlichen Fachleuten bei den meisten Aufgaben angeblich überlegen sein soll. 

KI zieht in alle Google-Produkte ein

Im Wettbewerb mit Open AI hat Google einen großen Vorteil: über Jahrzehnte ist ein riesiges Ökosystem aus Produkten und Diensten entstanden – von der Websuche und dem mobilen Betriebssystem Android über Gmail und Google Docs bis zum Chrome-Browser.

Einerseits hat Google so eine riesige Menge an Daten von Milliarden von Menschen angehäuft, die zur Individualisierung von KI-Funktionen dienen können. Es war kein Zufall, dass fast alle Google-Manager im Zusammenhang mit der Konferenz mehrfach die Bedeutung der Personalisierung hervorhoben.

Andererseits kann Google eigene KI-Modelle direkt in die eigenen Produkte einbauen. Während Open AI vor allem auf Chat-GPT als Verbreitungsweg setzt, benötigt Google nicht unbedingt einen Chatbot, um allen Nutzerinnen und Nutzern KI anzubieten. Gemini wird demnächst individualisierte Antworten in Gmail generieren, ist auf Android-Geräten standardmäßig verfügbar, unterstützt bei Texten und Tabellen und soll in Chrome Webseiten zusammenfassen. Die meisten dieser Funktionen beginnen zunächst in den USA und sind für zahlende Nutzer verfügbar (Sonderangebote unberücksichtigt).

Künstliche Intelligenz wird zum Geschäftsmodell

Generative KI ist bisher eine riesige Wette auf die Zukunft. Firmen wie Google, Open AI und Anthropic brauchen Dutzende von Milliarden Dollar, um Modelle mit immer höherer Leistung zu trainieren. Die Ausgaben übertreffen die Einnahmen noch um ein Vielfaches. Jede Antwort von Gemini oder Chat-GPT verbraucht Rechenleistung und Energie. Zwar sind die aktuellen Modelle wesentlich effizienter geworden, aber die meisten Unternehmen müssen letztendlich auch Einnahmen damit generieren, damit sich die Investitionen rentieren.

Monetarisierung durch:

  • Werbung schalten
  • KI an Entwickler und Unternehmen verkaufen
  • Nutzer und Nutzerinnen direkt zur Zahlung bewegen

Google testet bereits Werbung in den KI-Suchergebnissen und bietet Pakete aus Cloud-Speicher, Google-Diensten und KI-Funktionen für Start-Up’s und große Unternehmen an. In Zukunft sollen Abonnements die dritte Einnahmesäule bilden. Das bisherige Gemini Advanced wird durch Gemini Pro ersetzt, das für einen monatlichen Betrag von 22 Euro Zugriff auf die meisten Funktionen und Modelle bietet. Wer einen „VIP-Pass für KI“, wie von Google bezeichnet, haben möchte, muss 275 Euro monatlich bezahlen. So erhält man vorzeitig Zugang zu sämtlichen Produkten, kann neue Modelle nahezu ohne Einschränkung nutzen und erhält zusätzlich 30 TB Speicherplatz sowie eine werbefreie Nutzung von Youtube. Die meisten Leute werden wohl noch ein paar andere Einfälle haben, was man mit einem Jahresbeitrag von 3300 Euro alles machen könnte.

Häufig gestellte Fragen

Die  2025, die Entwicklerkonferenz von Google, fand am 20. und 21. Mai 2025 im Shoreline Amphitheatre in Mountain View, Kalifornien, statt. Die Sie demonstrierte eindrucksvoll, dass wir mitten in einer KI-Revolution stecken – und Google dabei ganz vorne mitmischen will.

Eine Übersicht aller bevorstehenden Veranstaltungen finden Sie hier: https://developers.google.com/events?hl=de 

Das Core Update vom Juni 2025 zeigt deutlich: Google verschärft den Fokus auf Qualität, Nutzerzentrierung und Glaubwürdigkeit. Für Webseitenbetreiber bedeutet das: Jetzt ist der richtige Zeitpunkt, um Inhalte zu überarbeiten, technische Hürden zu beseitigen und strategische SEO-Potenziale zu nutzen.

Google bietet seinen Mitarbeitern in den USA in verschiedenen Abteilungen wie Knowledge and Information, Central Engineering und Marketing freiwillige Abfindungen an. Dieser Schritt folgt auf Umstrukturierungsbemühungen und Massenentlassungen im Jahr 2023, da das Unternehmen Kosten senken und gleichzeitig in die KI-Infrastruktur investieren will.

Im September 2025 hatte Alphabet (Google) eine Marktkapitalisierung von 3,026 Billionen US-Dollar. Damit ist Alphabet (Google) unseren Daten zufolge das viertwertvollste Unternehmen der Welt nach Marktkapitalisierung. Quelle: Companiesmarketcap.com