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Phishing-E-Mails sind gefälschte Nachrichten, die darauf abzielen an sensible Informationen wie Passwörter oder Bankdaten zu gelangen. Im Jahr 2024 gab es ein signifikantes Aufkommen an Spam-Mails, wobei Phishing-Angriffe eine besondere Bedrohung darstellten. Damit bleibt Deutschland weiterhin stark im Visier von Cyberkriminellen.

Hintergrund

Im Jahr 2024 wurden 36,9 Prozent der von Unternehmen empfangenen E-Mails als unerwünscht klassifiziert, was einem Anstieg gegenüber dem Vorjahr von 36,3 Prozent entspricht (Link: destatis). Der Anteil an Spam-Mails am gesamten E-Mail-Verkehr weltweit lag im Dezember 2023 bei rund 47 Prozent. In Deutschland nutzten im Jahr 2024 rund 86 Prozent der Bevölkerung das Internet zum Versenden und Empfangen von E-Mails, ein Anstieg um 3 Prozent gegenüber den 83 Prozent im Jahr 2023 (Link: destatis)

Spam-Mail Archiv: Das Phishing-Radar

Bedrohungen durch Phishing-E-Mails werden immer mehr automatisiert und auf KI-Basis durchgeführt. Die größten Phishing-Angriffe im Mai 2024 zielen auf die Erhebung von Zugangsdaten zu E-Mail-Postfächern ab. Aktuelle Betrugsversuche mit Screenshots und Veröffentlichungsdatum finden Sie im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale. Ein Besuch lohnt sich! Link: Phishing-Radar

Phishing-E-Mails erkennenAbb. 1: Verbraucherzentrale (Link: Phishing-Radar) Screenshot vom 10.07.2025

 

Häufig gestellte Fragen

Phishing ist eine Methode, bei der Angreifer versuchen, durch gefälschte E-Mails, Webseiten oder Nachrichten an persönliche Daten von Benutzern zu gelangen. In Phishing-E-Mails werden Sie also aufgefordert, eine Aktion auszuführen. Dies kann das Klicken eines Links, den Besuch einer Webseite oder das Öffnen eines Anhangs bedeuten. 

Schauen Sie sich die Absenderadresse der E-Mail genau an! Handelt es sich um eine kryptische Aneinanderreihung von Buchstaben und Zahlen ohne Klarnamen können Sie von Spam ausgehen. Kontaktieren Sie den Absender, der in der E-Mail vorgegeben wird, direkt über die bei Ihnen gespeicherten Kontaktdaten anstatt eine Handlung über die E-Mail auszuführen. Schauen Sie im Phishing-Radar der Verbraucherzentrale nach. Oft hat bereits ein anderer Mensch dieselbe Mail erhalten und der Phishing-Versuch wurde bereits dokumentiert. 

Seien Sie vorsichtig und skeptisch: Öffnen Sie Links nicht direkt aus einer E-Mail heraus, sondern rufen Sie die Anbieter-Webseite über Ihren Browser auf. Um die Wahrscheinlichkeit zu verringern, in Zukunft ähnliche Phishing-E-Mails zu erhalten, markieren Sie die Mail als Spam oder Junk. 

Es ist im Allgemeinen besser, Spam-Mails nicht einfach zu löschen, sondern sie als Spam zu markieren und in den Spam-Ordner zu verschieben. Dadurch können E-Mail-Provider ihre Spamfilter trainieren und zukünftig besser erkennen, welche Nachrichten als Spam gelten sollen.

Nein, Sie können lediglich jeden Absender einzeln blockieren und auf die Blacklist Ihres E-Mail-Programms setzen. 

Hier geht der Trend eindeutig zu mehreren E-Mail-Adressen. Nutzen Sie eine bestimmte Mailadresse ausschließlich für den Erhalt von Newslettern und melden Sie alle anderen Mailadressen von Newslettern ab. Nutzen Sie eine andere E-Mail-Adresse ausschließlich für Social Media Profile. Markieren Sie Spam manuell als Spam, wenn er nicht automatisch erkannt wird. Nutzen Sie individuelle E-Mail-Filter und blockieren Sie unerwünschte Absender/innen. 

Beratung

Bei Fragen wenden Sie sich auch gerne an uns – telefonisch unter 0341 – 248 667 27 oder per Mail an info@agentur-fuer-digitale-medien.de. In einem kostenfreien Gespräch beantworten wir Ihre Fragen zum Thema „Phishing-E-Mails besser erkennen“. Wir freuen uns auf Ihre Anfrage!